Wissenswertes über das Reifengas
Heute wird umweltfreundlicher „Stickstoff mit Edelgasanteilen“ als Reifengas angeboten. Der übliche Druckabfall im Reifen wird durch die größeren Moleküle eines Reifengases erheblich reduziert. Durch den länger anhaltenden Reifeninnendruck findet weniger Walkung statt und es reduziert sich die Gefahr eines „Reifenplatzers“. Der in der normalen Druckluft vorhandene Sauerstoff war bis jetzt immer der Grund für einen beschleunigten Alterungsprozess des Gummis. Mit Reifengas kann dieser Prozess verzögert werden, da Stickstoff – ein reaktionsträges Gas – mit Gummi chemisch nicht reagiert. Sauerstoff und Feuchtigkeit waren es auch, die beim Verlust durch Gummi hindurch die Festigkeitsträger (Korde und Seile) oxidieren ließen. Auch diese Reaktion wird beim Einsatz von Reifengas weitestgehend unterbunden, ebenso der Felgenrost. Durch diese drei Punkte entsteht ein zusätzlicher Schutz der Karkasse, eine wesentliche Verlängerung der Reifenlebensdauer und eine erhöhte Sicherheit.
All das sind Voraussetzungen für eine verbesserte Runderneuerungsfähigkeit. Nicht unerwähnt soll ein Vorteil bei Fahrzeugbrand, Gefahrenguttransporten oder Baufahrzeugen im Tunneleinsatz bleiben. Reifengas ist gegenüber normaler Druckluft extrem reaktionsträge. Das heißt, bei Einwirkung von großer Hitze werden eine Selbstentzündung des mit Stickstoff gefüllten Reifens und eine schnelle, oft explosionsartige Ausbreitung, wie bei mit Druckluft gefüllten Reifen, sicher verhindert.
Ein mit Reifengas befüllter Reifen läuft länger mit konstanterem Druck, hat dadurch natürlich weniger Walkung, und ergibt daher einen geringeren Spritverbrauch und weniger Reifenverschleiß. Den heute in Verwendung stehenden Reifengasen wird auch Abrollkomfort und ein geringeres Abrollgeräusch zugesprochen.